Laut einer Fruchtbarkeitsstudie können bestimmte Vitamine und -präparate Frauen helfen, schwanger zu werden.

Über die Hälfte aller Patienten, die (Vitamin-) Präparate während der Fruchtbarkeitsbehandlung einnahmen, wurden schneller schwanger als die Patienten, die nicht auf Nahrungsergänzungsmitteln zurückgriffen.

In der Studie erhielten die Hälfte der Frauen täglich eine Multivitamin- und Mineraltablette, und die andere Hälfte erhielt Folsäure, die von der Regierung empfohlen wurde, um Anomalien beim Baby zu verhindern.  (Die Studie wurde von den Forschern an der Warwick University mit 56 Frauen am University College London und der Royal Free Hospital Fruchtbarkeit department durchgeführt)

Es ergab sich eine Erfolgsrate von 60% statt 25%, sagte die Studie in der Zeitschrift Reproductive Biomedicine.

Die Leitende Autorin Dr. Rina Agrawal, beratende Geburtshelferin, Gynäkologin und außerordentliche Professorin für Reproduktionsmedizin, sagte: „Frisches Obst, Gemüse und eine gesunde Ernährung muss trotzdem mit einbezogen werden“ 

Diejenigen, die sich einer Fertilitätsbehandlung unterziehen, hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, wenn sie laut dem Bericht eine tägliche Dosis von Vitaminpräparaten  zu sich nehmen.

Nach vier Wochen mit den Nahrungsergänzungen wurde bei allen Frauen der Eisprung mit Standardmedikamenten, einschließlich Clomid, induziert. In der Ergänzungsgruppe wurden 60% schwanger, verglichen mit nur 25% aus der Gruppe, die nur Folsäure einnahmen. 

Fünfzehn von 30 in der Ergänzungsgruppe wurden auf Anhieb nach der Fertilitätsbehandlung schwanger.

Dr. Rina Agrawal, die außerordentliche Professorin für Reproduktionsmedizin, Geburtshilfe und Gynäkologie an den Universitätskrankenhäusern von Warwickshire und der Warwick University, bestand darauf, dass sie „absolut“ Schwangerschaftsbeilagen empfehlen würde. Sie sagte: „Alle Frauen, die eine Schwangerschaft in Betracht ziehen, sollten ein speziell formuliertes pränatales Mikronährstoffpräparat einnehmen, einschließlich Folsäure und Vitamin B12. „Es gibt eine Menge an Beweisen, die die Beziehung zwischen der Entwicklung der Plazenta, dem fetalen Wachstum, dem Ausgang der Schwangerschaft und einer angemessenen Ernährung, insbesondere der Vitaminzufuhr, belegen.

Vitamine und Mineralien zusammen mit Verbindungen wie Zink, N-Acetyl-Cystein, Inositol und L-Arginin, unterstützt die Fülle von Beweisen, dass Ernährung eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Gesundheit von Frauen und ihrer Fruchtbarkeit spielt.

Also Ladies: Trotz Ernährungsumstellung werden wir kaum schnell genug unseren Vitaminbedarf komplett decken können.

Eine erhöhte Vitaminzufuhr  und Folsäure ist der Schlüssel zu verbesserter Fruchtbarkeit beim Mann und bei der Frau um schneller schwanger zu werden.

Apropos: In welchen Lebensmitteln steckt eigentlich  Folsäure?

Dem genannten Bedarf an Folsäure sollte man sich immer mit einer entsprechenden Ernährung annähern, um nicht gänzlich auf Nahrungsergänzungsmittel angewiesen zu sein.

Folgende Lebensmittel enthalten einen höheren Antil an Folsäure und sollten  schonend zubereitet und nicht lange gelagert werden:

1.     Blattgemüse (wie Spinat, Grünkohl)

2.     Rote Bete

3.     Broccoli

4.     Karotten

5.     Spargel

6.     Radieschen

7.     Rosenkohl

8.     Rucola

9.     Spinat

10.   Tomaten

11.   Eigelb

12.   Nüssen

13.   Vollkornprodukte

14.   Weizenkeime

15.   Kichererbsen

16.   Weiße Bohnen

17.   Weizenkeime

18.   Kichererbsen

19.   Sojabohnen

20.   Salz (sofern es mit Folsäure angereichert wurde)

Auch in Fleisch, Fisch und Milch finden sich geringe Mengen Folsäure.